7. Netzwerktreffen im Projekt ReOrga:Schulträger

Vertreterinnen und Vertreter der im Projekt ReOrga eingebundenen Schulträger trafen sich am 23. März online zum inzwischen siebten Netzwerktreffen. Thema des Treffens war „Meetings neu denken: Effizienz, Klarheit und passende Formate“. Dabei ging es weniger um einzelne Moderationstechniken als vielmehr um Besprechungskultur als struktureller Faktor – oder anders gesagt um die Frage: Wie viel Struktur braucht gute Zusammenarbeit? Das Treffen bot in gewohnter Manier die Gelegenheit, sich über gewohnte Praktiken, Positiv- und Negativerfahrungen, Erfolgsfaktoren und (In-)Effizienzen von Meetings auf Augenhöhe auszutauschen.

Im Treffen wurde deutlich, dass für Meetings die Klarheit über den Zweck eizentraler Hebel ist. Sie sollten nur dann stattfinden, wenn sie wirklich notwendig sind und klare Kriterien erfüllen. Leitfragen helfen dabei, bestehende Routinen zu hinterfragen und unnötige Termine zu vermeiden. Zugleich liegt ihr Wert nicht nur in der Abstimmung von Aufgaben, sondern auch in ihrer Rolle als bewusster Raum für Austausch und Verbindung. Denn jenseits von To-dos schaffen Meetings eine strukturelle Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, Perspektiven zu teilen und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln.

Gleichzeitig lohnt sich ein genauer Blick auf das „Warum“: Nicht jedes Meeting ist notwendig – wohl aber jede gute Abstimmung. Klare Kriterien und ein bewusster Umgang mit Formaten helfen, Routinen zu hinterfragen und Zeit gezielter einzusetzen. Dort, wo Meetings sinnvoll sind, entscheidet ihre Gestaltung über den Mehrwert. Kleine, aber gezielte Anpassungen – etwa eine klarere Zielsetzung, bewusst gesetzte Schwerpunkte oder eine aktivere Einbindung der Teilnehmenden – können spürbar dazu beitragen, dass aus Pflichtterminen produktive Arbeitsmomente werden. Asynchrone Zusammenarbeit ergänzt dieses Bild sinnvoll: Sie entlastet dort, wo kein direkter Austausch nötig ist, stößt aber an ihre Grenzen, wenn es um Klärung, Beziehung oder gemeinsames Denken geht.

Fazit: Gute Zusammenarbeit braucht beides – effizient gestaltete Meetings und passende Alternativen. Entscheidend ist nicht, weniger zu sprechen, sondern bewusster.

Vielen Dank allen Beteiligten für den Austausch!